Statement

Author: Frank

Die Faszination des Fotografierens liegt für mich in der Möglichkeit, die individuelle Besonderheit eines winzigen Moments in der Zeit im Foto einzufrieren. Eingefangen im unbewegten Bild, gewinnen Details, Formen, Farben, Stimmungen und Perspektiven oftmals eine ganz neue Qualität, die in der Schnelle des bewegten Bildes normalerweise kaum wahrgenommen werden kann. Das Makro-Objektiv der Kamera ermöglicht Einblicke in faszinierende kleine Dimensionen, die unsere alltäglichen optischen und gedanklichen Perspektiven erheblich erweitern.

Außerdem kommt es sehr auf das konkrete Motiv und den persönlichen Anspruch des Fotografen an. Meine Bilder sind kaum Reportage-Fotos, deren Motive informativ und vor allem wirklichkeitsnah sein sollten. Mir geht es ausschließlich um die Präsentation fürs Auge oder den so genannten “künstlerischen” Aspekt.

Viele Fotos werden zu oft nachbearbeitet, wirken nicht mehr natürlich, sondern nur noch verfremdet und zu aufgepeppt. Nachbearbeitung ist nur sinnvoll, wenn es das Motiv etwas hervorhebt – mehr nicht.

Meine Fotos werden (außer die IR-Fotoserie – Farbkanalverschiebung) NICHT nachbearbeitet, lediglich in ihrer Größe angepasst. D.h. die Fotos sind SO aus der Kamera entstanden. Auch bei der Experimentellen-Fotoserie gibt es nur Detailvergrößerungen. – Ausnahmen bestätigen selbstverständlich die Regeln. ;)

Ich stehe überhaupt nicht auf Nörgler und Besserwisser die ihre eigenen Arbeiten hervorheben um andere Menschen zu kritisieren. – Man hätte dieses oder jenes tun müssen…! Meine Fotos sind so wie sie sind und aus. Es macht mir Spaß und es muss nicht immer alles „perfekt“ sein. Abgesehen davon liegt es ohnehin im Auge des Betrachters. Soll man wirklich immer alles im Photoshop bis zur Ekstase überarbeiten? Da lobe ich mir die SW-Spezialisten die ihr Können noch in der Dunkelkammer beweisen und dann das Resultat als gegeben präsentieren.

Im diesem Sinne wünsche ich noch viele tolle Ablichtungen!

Frank Schmitt